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Carls Horst » Mein persönlicher Tummelplatz im Web

Tippspiel: Zwischenstand

Nach einem starken Start durch Antonia setzte sich allmählich die Konstanz, in Persona Carlos und Fatta durch. Viele Tipps erfüllten sich nicht. Ich schätze, dass die besten nur ein Richtige-Tendenz-Quote von zwischen 50-60% vorweisen können. Manche Tipps hingegen erfüllten sich gerade durch die späten Tore oder gingen durch ausgerechnet diese noch verloren. Zudem musste sich fußballerischer Sachverstand mit Glück paaren, um in den richtigen Spielen auf Unentschieden zu setzen. Alles in allem doch ein großer Spaß, bei dem manchmal Mut, auf alle Fälle jedoch tendenziell ein Tipp auf knappe Resultate belohnt wurde.

Spieltagssieger (dafür gibt’s leider nix):

  1. Spieltag: Antonia mit 16 Punkten
  2. Spieltag: Fatta mit 12 Punkten
  3. Spieltag: Fimp mit 11 Punkten
  4. Spieltag: Fatta mit 12 Punkten
  5. Spieltag: Carlos mit 12 Punkten
  6. Spieltag: Fatta mit 14 Punkten
  7. Spieltag: Carlos mit 12 Punkten

Bis zum 3 Spieltag dauerte es nur, bis jeder Mitspieler mindestens einmal einen exakten Tipp abgegeben hatte. Jeder? Nein! Einer hat in der gesamten Gruppenphase nie 4 Punkte abräumen können… Insgesamt auf Rang fünf liegend, schneidet Josque dennoch gut ab ;)
Die mutigsten Tipps: Josque setzte in der Partie Brasilien gegen Nordkorea auf ein 7:0-Torfestival und damit erneut Akzente. Doch da hatte er auf die falschen Ballkünstler gesetzt. Das Debakel in dieser Höhe erlebte die Mannschaft mit den angeheuerten Fans aus China erst ein Spiel später, gegen die Portguisen. Da lag Josque mit seinem 5:0-Tipp allerdings wieder daneben. Deshalb geht die Auszeichnung für den mutigsten Tipp, der auch so gelungen ist, an Fimp, der als einziger den 1:0-Überraschungssieg der Schweizer “Nati” über die Turnierfavouriten aus Spanien vorhersah. Respekt! Leider vergisst er zu oft das rechtzeitige Tippen, sonst würde er in der Gesamtwertung sicher viel weiter vorne stehen.

Vorrundenstand (inkl. bis dato beantwortete Fragen):

Stand nach der Gruppenphase

Stand nach der Gruppenphase

Nun beginnt die KO-Runde und damit verbleiben den Tippern 16 Partien, um noch mal anzugreifen. Wichtig: Es zählt für die Wertung das Ergebnis nach 90 min, bzw. Verlängerung, falls diese erforderlich ist. Ergebnisse nach Elfmeterschießen brauchen somit nicht getippt werden. Außerdem könnte der Fragen-Spieltag noch ordentlich durcheinander gewürfelt werden. Damit der letzte jedoch noch erster wird, bedarf es schon eines kleinen Wunders ;)

Auf geht’s & viel Glück!

—–

P.S.: Hier der Vollständigkeit halber mein Kicker-Team der Vorrunde. Da der letzte Spieltag noch nicht vollständig ausgewertet ist, verzichte ich vorerst auf eine Bewertung.

Carlos' Tomatenteam

Carlos' Tomatenteam

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Wenig Risiko, wenig Tore, viel Langeweile

Fünf Tage, 16 Spiele, 32 Mannschaften - Die ersten Eindrücke aus Südafrika haben uns erreicht. Fußballerisch dominierte in der Auftaktspielen größtenteils die Versagensangst. Die Ausnahme, namentlich die deutsche Mannschaft, welche paradoxerweise gemeinhin als das Ideal des schmucklosen Ergebinsfussballs gilt, bestätigt die Regel. Obgleich uns alle Welt für das 4:0-Fest im Moment bewundert und auch britische Reporter endlich erkennen, dass sie Deutschland niemals abschreiben dürfen, war der Auftritt keinesfalls fehlerfrei. Die Beisterung ist dennoch unausgesprochen hoch für das erste Spiel eines langen und harten Turniers und findet in immer neuen WM-Songs ihren Ausdruck, z.B. in der Lena-Adaption Schland oh Schland:

Ansehnlich war auch die Partie Argentinien gegen Nigeria, in der lediglich die Tore nicht fallen wollten und der schweitzer Überraschungssieg (allerdings eher aufgrund der spanischen Kombinationen), während Japan gegen Kamerun und Neuseeland gegen die Slowakei in der Rubrik Anti-Fußballwerbung zu verbuchen sind. Spiele auf kämpferischen Niveau gab es auch, so die torlose Partie der Portugiesen gegen die Elfenbeinküste und der über ebenbürtige Dänen erarbeitete Sieg der Niederländer, von denen sich eigentlich erfrischender Offensivfussball erhofft wird. Unter anderem diese zwei Tore stellt www.legofussball.eu sehenswert nach:

Doch trotz der spielerischen Monotonie, welche sich wie die ebenfalls monoton-klingenden Vuvuzelas - die im Übrigen nachweislich kein traditionelles Element der südafrikanischen Fankultur sind, wie Fifa-Präsident Blatter gegensätzlich zu behaupten wagte - durch fast alle Spiele zieht, bietet der Fussball immer auch ein paar sehenswerte Höhepunkte und Kuriositäten.

Zu nennen ist da das erste Tor der WM, durch den Mann, dessen Name so wunderbar nach afrikanischer Spielfreude klingt und der den Ball so unnachahmlich ins obere Eck drosch: It’s Tshabalalaaaaaaa!!!

Des Weiteren holte sich der algerische Spieler Ghezzal wenige Sekunden nach seiner Einwechslung in der 58. Minute die Gelbe Karte ab und durfte 15 Minuten später mit Gelb-Rot wieder vorzeitig duschen gehen; ein grandioser WM-Einstand, der in die Geschichtsbücher eingehen wird!

Gleichsam erwähnenswert sind die Patzer von Green (England) und Chaouchi (Algerien), welche spielentscheidend waren, sowie weitere Unsicherheiten vieler Tormänner bei hohen Bällen. In dem Zusammenhang ist auch auffällig, wie oft Freistöße oder Fernschüsse entweder weit über das Tor oder genau auf den Mann in der Tormitte gezogen werden. Vermutlich ist der offizielle Spielball an seinem Flugverhalten nicht ganz unschuldig aber diese Diskussion gibt es bei jedem Turnier.

Merkwürdig erscheinen auch so manche Schiedsrichterentscheidungen. Während Schwalben - falls als solche erkannt - wieder konsequent mit Gelb bestraft werden, wie es die korrekte Regelauslegung verlangt, boten manche Referees durch kleinliche oder gar unverständliche Pfiffe ihre WM-Untauglichkeit dar. Fairerweise sollte angemerkt werden, dass der Job des Schiedsrichters natürlich der schwierigste auf dem Platz ist; und dass es auch beim Unabhängigenteam sehr hektisch werden kann, zeigt eindrucksvoll die Doku Referees at work, welche die vermeintlichen Pfeifen bei der EM 2008 begleitet und ihre Headsetkommunikation abgehört hat. Folgend ein kurzer Ausschnitt:

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Gimme more: Infos über Spielchen, Sternchen und Hammergruppen (<3d left)

Heute ging per Mail die “5-vor-12″-Erinnerung zum Tippspiel heraus. Wer im Übrigen nicht genug vom Tippen bekommt, kann bei 11 Freunde weitermachen und sogar etwas ordentliches gewinnen.

Spielchen

Oder er sucht sich eine neue Herausforderung bei dem Kicker-Managerspiel zur WM. Im Gegensatz zum Buli-Managerspiel in der Classic-Variante sind jedoch ein paar ungewohnte Regeln zu beachten. So zählen z.B. auch eingewechselte Spieler und nach der Vorrunde sowie vor dem Viertel- und Halbfinale kann der ganze Kader neu zusammengestellt werden. De facto lässt sich bei nur drei Spieltagen das 150-Millionen-Budget also ohne Bedenken in eine starke erste Elf umwandeln, mit “billigsten” Nord- und Südkoreanern auf der Bank. Meine Truppe, die aktuell im 3-4-3 aufläuft, sieht derzeit so aus (wobei ich sicherlich noch etwas im Mittelfeld umstellen werde):

Carlos' Gurkentruppe

Carlos' WM-Gurkentruppe

Sternchen

Allerdings sollten bis zum Schluss die täglichen Verletztenmeldungen gecheckt werden. So wurde heute der Ausfall des heimlichen Stars der Portugiesen, Nani, bekannt. Wer zudem noch Spieler für sein Team sucht (oder sich einfach für gute Fußballspieler interessiert), die bei diesem Turnier den Durchbruch schaffen könnten, dem sei dieser Blog-Artikel wärmstens zur Lektüre empfohlen.

Hammergruppen

Ebenfalls lesenswert sind die Gruppenchecks durch den Blog Mauertaktik.de. Nicht nur, dass hier, verglichen mit dem Favouritencheck der ARD, geradezu umfangreich berichtet wird. Und dass im Gegensatz zur offiziellen FIFA-Präsentation nicht alle Teams mit Rosa Elefanten in weißen Westen über grünen Klee hüpfen. Nein, es wird auch scharfzüngig, hintergründig und witzig formuliert! - Wer ohne Leidenschaft ist, werfe den ersten Stein. Den größten warf Jürgen H. Nuta. Geht gaffen!

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Das Prinzip Hoffnung (3d left)

Nur noch wenige Tage verbleiben bis zum Eröffnungspiel der WM 2010 (Südafrika vs. Mexiko). Die Spannung steigt folgerichtig und die Diskussionen darüber, welche Teams erfolgreich aufspielen werden, gewinnen an Substanz. In den letzten Testspielen konnten die Auswahlen der Niederlande, Brasiliens, Spaniens und Deutschlands überzeugen. Auch Portugal, Mexiko und Südafrika zeigten gute Leistungen. Die Mannschaften Italiens, Frankreichs, Griechenlands und Dänemarks hingegen enttäuschten. Vor allem der deutsche Auftritt gegen Bosnien macht Mut darauf, dass das Prinzip Hoffnung, welches die jüngste Truppe in Löws Amtszeit nach dem Verletzungspech vertritt, am namensverwandten Kap wider Erwarten erfolgreich zum Tragen kommt. Sinnbildlich dafür steht Lahms Tor zum 1:1-Ausgleich, welches - in unverkennbar zu vergleichender Symbolkraft wie das 1:0 im Eröffnungsspiel 2006 gegen Costa Rica - keinen Zweifel mehr an seiner Eignung zum Kapitän lässt.

Auch Schweinsteiger, der neue Taktgeber, gefiel außerordentlich durch Ausstrahlung und Präsenz, wie überhaupt das dominante Offensivspiel der Mannschaft zu überzeugen wusste. Das Mittelfeld ist wohl das kreativste, seit in Deutschland Fussball zelebriert wird und vermag es derzeit, die zu denken gebende Formschwäche in unserem Sturm aufzufangen, ja gar zu überstrahlen. Die erste Elf scheint nun gefunden, wobei allein die Positionen des Stürmers und die des Linkenverteidigers noch strittig sind.

Im Angriff versucht Löw den verdienten Klose mit allen Mitteln in WM-Form zu bringen. Allerdings ist fraglich, ob er denn bei dem aktuellen (spielstarken) Mittelfeld genügend Flanken zum Einnetzen bekäme. Gomez wäre im zuletzt praktiziertem 4-2-3-1-System vom Typ her der bessere Stoßstürmer. Er hat jedoch eine frustrierende Saison hinter sich und - im Gegensatz bspw. zu Podolski - keine mutmachende Statistik im Nationalmannschaftstrikot vorzuweisen. Ginge es allein nach der Form, dürfte wohl an Cacau kein Weg vorbei führen.

Auf der fraglichen Verteidigerpostion würde Löw wohl am liebsten Jansen aufstellen, weil er dessen Lauffreude und Flankenspiel schätzt. Doch ist nicht klar, wie fit der Hamburger wirklich ist und unter Dauerbelastung bleibt. Die angesagte Alternative heißt Badstuber, der als Aufsteiger der Saison bei Bayern trotz seiner geringen Erfahrung eine breite Brust besitzt. Aber auch ein Rückgriff auf Aogo, der wohl nur aufgrund der verletzungsbedingten Ausfälle als Ersatzpieler für das defensive Mittelfeld im Team blieb, ist denkbar. Undenkbar scheint dagegen eine Rückkehr Lahms auf die linke Seite, denn Löw hatte ausgeschlossen, ihn nach gefundener Position noch einmal zu versetzen.

Zum Schluss noch ein paar Linktipps:

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Derzeit ist alles… schwarz (Teil II)

Schwarzer Sessel

Bundeshorst räumt Stuhl

Bundeshorst räumt Stuhl

Der Bundeshorst gab vor einer Woche seinen Rücktritt bekannt. Anlass dazu gab ihm Schelte aus den Medien, die seiner Meinung nach sowohl inhaltlich als auch seinem Amt nicht angemessen gewesen wäre. Die Gründe jedoch vermuten nahezu alle Beobachter in einer leisen - zuletzt lauter werdenden - Respektlosigkeit, mit der die Parlamentarier über ihn redeten und in der mangelnden Rückendeckung durch Kanzlerin Merkel und ihrer Regierung in solchen Fällen. In der Tat schockierte der Rückzug auch vielmehr die Öffentlichkeit, in der Köhler als aufrichtiger Vertreter des gemeinen Mannes galt, als die Politik, die schon wenige Tage später zwei potentielle Nachfolger aus dem Hut zaubern konnte. Doch mal ehrlich: Wenn ein dem eigenen Selbstverständnis nach Sonderbotschafter für Afrika das höchste Staatsamt bekleidet, dann ist das zwar irgendwie… nett. Hübsch anzuschauen, allerdings etwas an den Hauptaufgaben des Amtes vorbei besetzt: Vor allem die angedachte Repräsentation nach innen, eine impulsegebende und überparteilich antreibende Rolle in der seit zwei Jahren andauernden Finanz- und Wirtschaftskrise, ließ arg zu wünschen übrig. Vielleicht auch deshalb, weil Horst eh keine Reden halten konnte. Der Vorreiter der “schwarz-gelben Wende”, so bleibt zu konstatieren, hatte sich in der Senke der deutschen Politik verirrt und ist in den Sümpfen realer Machtlosigkeit versunken.

Zeit also, jemanden zu finden, der sich innenpolitisch auskennt. Die Regierungsfraktion einigte sich relativ schnell auf Ministerpräsident Wulff aus Niedersachsen. Betrachtet man dies im Zusammenhang damit, dass Rüttgers in NRW abgewählt wurde und Koch in Hessen seinen Rückzug zum Jahresende bekanntgab, dann verschwindet auf diese Weise der letzte Kronprinz der CDU von der Anwartschaftsliste fürs Kanzleramt. Damit ist auch endgültig klar, dass Merkel den Kohl machen will. Für Wulff spricht, als Berufspolitiker ein dickes Fell in Sachen Kritik entwickelt zu haben. Außerdem duldet ihn im Gegensatz zu anderen Kandidaten auch der Koalitionspartner FDP und sein Ruf als “Wankel-Wulff” verspricht so etwas in der Art wie “Überparteilichkeit”. Die SPD-Opposition hingegen konnte einen Kandidaten finden, der zwar - wie Köhler - nicht aus den inneren Zirkeln der Politik kommt, der denoch sein Leben intensiv mit den Machenschaften der Politik verbracht hat: DDR-Bürgerrechtler Gauck. Vor Frau Birthler trug die Behörde des Bundesbeauftragten für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen DDR (BStU) seinen Namen. Für mich liegt auf der Hand, dass ein geschulter Spürhund aus dem Dunstkreis der Macht die wesentlich bessere Option für den Posten des Bundespräsidenten darstellt. Allerdings wird die Abstimmung in der Bundesversammlung nicht aufgrund von Fähigkeiten entschieden sondern durch Stimmendisziplin. Vive la decadence!

Nachlesenswertes zum Thema:

Schwarze Serie

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Das Verletzungspech der Nationalelf ist durchaus nicht beneidenswert. Nach Rolfes und Adler, die schon während der Saison langfristig ausfielen, folgten Ballack, Träsch (Sprunggelenksverletzung) und zuletzt Westermann (Kahnbeinbruch). So schrumpfte der 27er-Kader fast von allein auf die 23er-Nominierungsgröße und der Bundestrainer musste nur eine schlechte Nachricht überbringen. Trotz der Ausfälle der Defensiv-Allrounder Träsch und Westermann verzichtet Löw auf eine Nachnominierung und strich Andreas Beck, der allein die rechte Verteidigerposition beherrscht, aus dem Aufgebot. Es bleibt zu hoffen, dass die Misere sich nicht fortsetzt.

Auch andere Nationen scheinen kurz vor WM-Start Ausfälle oder Teilausfälle ihrer Stars zu erleiden: Michael Essien (Ghana) passt weger einer Knieverletzung, ebenso wie Rio Ferdinand (England). Didier Drogba (Elfenbeinküste) erlitt einen Ellbogenbruch und wurde bereits abgeschrieben. Nach neuesten Meldungen jedoch kann er weiter auf einen Einsatz im Laufe des Turniers hoffen. Gleiches gilt für Arjen Robben (Niederlande), dessen Oberschenkelverletzung sich zwar als ernst aber behandelbar herausstellte. Er laboriert an einem Muskelfaserriss. Andrea Pirlo (Italien) knabbert bis ins Turnier hinein an einer Wadenverletzung, soll aber mitfliegen und - sofern qualifiziert - nach der Vorrunde mitspielen können. Weitere Sorgenfalten tun sich im Dänischen Team auf: Die Leistungsträger Bendtner, Kjör und Sörensen plagen sich mit ihren jeweiligenVerletzungen durch die Vorbereitung.

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Derzeit ist alles… schwarz (Teil I)

Schwarze Haare

Zwei Schneewittchen

Zwei Schneewittchen

Lena kam, sang und siegte. Ein märchenhafter Sieg, möchte man meinen, welchen das leibgewordene Schneewittchen in Oslo errang. Ein überraschender Triumph der Natürlichkeit über die Show sowie des gewissenhaften Votings über die Nationenklüngelei des Ostens, wie gemeinhin geurteilt wird. Dabei ist das Lied nur langweiliger Durschnittspop, allenfalls in der Acoustic-Version hörenswert (siehe Video unten). Vielleicht sollte angemerkt werden, das auf einer Bühne alles, auch Natürlichkeit, inszeniert wird. Dass der Einfluss des Deutschen Öffentlichen Rundfunks auf andere europäische Anstalten, was das Spielen von Musik im Vorfeld des Contest betrifft, nicht unterschätz werden sollte. Und dass dieses Jahr die Abstimmung einer Jury jeweils 50% der Wertung eines Landes ausmachte. Das alles macht Lenas Erfolg nachvollziehbarer. Wobei Lenas Charme wohl doch am ehesten erklärt, weshalb Deutschland nach Jahren in der Versenkung überhaupt mal wieder die Chance hatte, diesen Wettbewerb zu gewinnen. Glückwunsch, Lena! Danke, für ein paar Stunden Euphorie! - Und wenn wir jetzt auch noch die WM gewinnen, dann ist Deutschland reif für das größte Sparparket aller Zeiten ;)

Lesenswert zum Thema:
Stefan Raabs Triumph/ Zeit-Online

Schwarzes Gold

Oel sprudelt in den Golf von Mexiko

Oel sprudelt in den Golf von Mexiko

Oh wei, nur weil sich der Hauptschauplatz des Disasters unter der Wasseroberfläche befindet, wohin der Mensch zu blicken sich naturgemäß schwer tut, heißt das nicht, dass das Öl dort keinen Schaden anrichtet. Im Gegenteil, höchst wahrscheinlich haben wir es mit dem Loch vor Louisana mit der gravierensten Öl-Katastrophe der Menschheitsgeschichte zu tun, wobei wir deren Folgen mangels Erfahrung noch gar nicht richtig abschätzen und folgerichtig vom Schlimmsten ausgehen können. Denn, entgegen den bekannten Tankerunglücken, sammelt sich das Öl zum größten Teil nicht an Oberfläche, wo es verdunsten könnte, von Mirkoroganismen zersetzt oder vom Menschen aufgesaugt würde, sondern treibt klumpenartig oder als Schwaden irgendwo in der Tiefe des Meeres, wo es sich allmählich in seine - zunehmend nicht sichbaren aber dennoch messbaren - giftigen Bestandteile auflöst. Ob dies am Druck in 1500 Metern Tiefe liegt oder an dem massenhaften Einsatz lösender Chemikalien, weiß keiner so genau. Die bisherigen Versuche, das Loch zu verschließen, sind jedenfalls alle am Druck, mit dem das Öl aus der Bohrung schießt, gescheitert, sodass an Entlastungsbohrungen kein Weg vorbeiführt. Diese werden wohl erst im August abgeschlossen sein, wenn die Hurricane-Saison sie nicht sogar noch weiter verzögert. Bis dahin sprudeln - seit dem 20. April - täglich weiter mehrere Millionen Liter des wichtigsten Rohstoffs unserer Zeit aus der Quelle, bzw. mehrere zehntausend Barrel. Zum Vergleich: Die vor Alaska havarierte Exxon Valdez setzte geschätzte 250.000 Barrel frei. Oh wei, den inoffiziellen Namen British Polluters wird der BP-Konzern zurecht nicht mehr loswerden.

Mehr zum Thema:

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Tage, an denen man kein Bundestrainer sein möchte (22d left)

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Foul mit Folgen

Foul mit Folgen

Diagnose: Innenbandriss und Teilriss des Syndesmosebandes im rechten Sprunggelenk.
Folge: 4 Wochen Gips, weitere 4 Wochen Schonung.

Den “Capitano” hat das an ihm haftende Pech mal wieder eingeholt. Ballack, der ewige zweite was die großen Titel angeht, wird keine dritte WM spielen. Was statistisch gesehen ein Glück für die Nationalelf zu sein scheint, ist in Wahrheit natürlich ein großes Unglück. Trotz seiner bald 34 Lenzen ist der Micha aus Görlitz immer noch einer der besten zentralen Mittelfeldspieler der Welt und war fest neben dem in dieser Saison gereiften Schweinsteiger als “Doppelsechs” in Jogis System eingeplant.

Hinter*grunz*: Der Übeltäter

Wir haben es hier mit einem typischen “Guter-Zwilling-Böser-Zwilling“-Fall zu tun. Nur das die Boatengs keine Zwillinge sind. Aber das tut nichts zur Sache, denn beide sind Neffen des Helmut Rahn. Ja, der Rahn, der aus dem Hintergrund schießen musste… und ‘54 das 3:2 schoß. Ein entscheidenes Tor, ein polarisierendes Tor, ein Tor, das zwingend zu einem guten und einem bösen Neffen führen musste, zu Kevin-Prince und Jerome Boateng. Der eine, die FouleSau auf dem Platz, die alle Wut und Enttäuschung über Deutschlands Nachkriegstriumph ins sich trägt und der andere, von graziler Eleganz wie ein Beckenbauer, der all die Freude und die Hoffnung des Berner Wunders in sich bündelt, um Deutschlands Erfolge zu mehren. Am 23.06. ist Showdown: Deutschland gegen Ghana, Jerome gegen Kevin-Prince; und der gute Neffe muss den Capitano rächen, an seinem Bruder.

Good and Bad Boateng

Good and Bad Boateng

Vorder*grunz*: Die Alternativen

Jogi hat nun die Möglichkeit, einen anderen Spieler für Ballack aus dem 27er-Kader mitzunehmen oder Ballack Anfang Juni für die WM zu melden, um ihn gleich darauf bei Vorlage eines Attests auszutauschen und einen bisher unberücksichtigten Spieler ins 23er-WM-Aufgebot zu berufen. Schauen wir uns die in Frage kommenden Spieler an:

Hitzelsperger: Der ruhige mit dem Hammerfuss galt eigentlich als einer der Lieblinge Löws. Doch mit gerademal 6 Einsätzen in der Seria A, davon 4 mal ein- und 2 mal ausgewechselt, fehlt ihm jedwede Wettkampfpraxis und er wurde von Löw zurecht nicht für den vorläufigen WM-Kader nominiert. Klares No-Go!

Frings: Der Bremer hat seinen Zenit überschritten obgleich er noch Stammspieler in Schaafs Truppe ist. Doch aus dem Leitwolf ist ein grauer Wolf geworden, der viel Erfahrung mitbrächte, dem es aber an Tempo fehlt. Er ließe sich nur als Bankdrücker wie Kahn 2006 verpflichten, wenn denn da nicht noch die Ungnade des Trainers wäre…

Reinartz: Der Rolfes-Ersatz in Leverkusen hat seine erste Saison überraschend ordentlich gespielt. Es soll ihm etwas an Zweikampfstärke mangeln; von daher der Gegenpart zu Frings: ein hungriger Jungwolf. Allerdings sollte man davon nicht zu viele mitnehmen.

Träsch: Der Junge ist eigentlich Verteidiger aber aufgrund Hitzelspergers Formtief ist er in der Hinrunde zum Stammspieler auf der Sechserposition geworden und bewies somit die Qualität eines Defensivallrounders. Er ist eher der unauffällige Typ, der jedoch die Verteidigungsarbeit zuverlässig leistet.

Khedira: Der kreative Partner von Träsch beim VFB gilt trotz seines noch jungen Alters eher zu den erfahreneren jungen Wilden. Er kann sowohl offensiv wie defensiv sehr starke Aktionen zeigen, manchmal bleibt er jedoch einfach nur blass. Diese Leistungsschwankungen sind es wohl, weshalb ein Schweinsteiger und ein Rolfes nominell vor ihm stehen.

Und wen von den Gurken nun nehmen? Tja, allem Anschein nach wird es auf Khedira hinauslaufen, was auch keine schlechte Wahl ist, wenn der eine gute Form über mehrere Spiele halten kann. Die Frage ist noch, ob ein neuer Ersatz-Sechser hinzunominiert wird. Angesichts dessen, dass für Löw allein Reinartz die einzig brauchbare Lösung wäre, halte ich das jedoch für unwahrscheinlich. Träschs Ticket sollte dagegen sicher sein ;)

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WM-Fieber (24d left)

Nicht mal mehr einen Monat verbleibt noch bis die große Euphoriesause wieder beginnt. Ein guter Anlass, diesen Blog zu reaktivieren.

1) Es wird wieder ein Tippspiel für uns geben. Leider stellt goalkick.ch keine kostenlose und zugleich stabile Version ihrer Software mehr zur Verfügung, wie es noch 2008 der Fall war. Deswegen müssen wir auf die nicht ganz so hübsch anzuschauende aber dennoch zweckdienliche Plattform kicktipp.de umsteigen. Ich bitte also alle Goten, Claner, Crewler und sonstige mir bekannten Personen, die Lust haben, an meiner Tipprunde teilzunehmen, sich hier als Mitglied zu bewerben: http://www.kicktipp.de/thaclan/

Wenn ihr einen Nicknamen wählt, der mir bekannt vor kommt, werde ich euch umgehend für unsere kleine Tippgemeinschaft freischalten. Ansonsten schreibt in die Beschreibung wer ihr seid!
Die Spielregeln sind hier gut nachzulesen. Die Fragen müssen bis zum Eröffnungsspiel beantwortet werden, die Tipps für die Spiele könnt ihr jeweils bis 5 Minuten vor Anpfiff eintragen und sie bis dahin natürlich auch beliebig oft ändern. Gespielt wird nach dem 9er-Punktesystem.
Zu gewinnen gibt es in erster Linie Spaß für alle und Ruhm für die drei Erstplatzierten. Außerdem werde ich mir für den Sieger noch ein kleines Präsent im Wert von etwa 5 Euro ausgucken ;)

2) Ein wenig Stimmungsmache:

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…everybuddy duus es he plieses

This is an open laetta to Germany’s political elite.

My dear Günther,
I cannot believe what I see.

I think I spider: When I hear you speak my hairs stand up to the mountain. Nothing for ungood, you seem to know all the hilarious vabocalury but how you pronounce is not the yellow of the egg. Moreover the grammar brings you in devils kitchen! I don’t know if I should laugh me broken or shame me in ground and floor. It were me sausage when you don’t were sended after Bruxelles to stand in for our Fatherland. And was it not you, who has command the normal people to write and speak english liquid? There are laughing yes the chickens! Short and pregnant: You now sit quite beautiful in the ink. I like to give you an honest council: Next time you better hold the air on, my friend, and then you better say: “Sorry, my englisch is under all pig!” - If you have understand me, you can say you to me.

Heartly greetings,
your german Untertan

—–

Thanks to: http://ithinkispider.com/

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Ja, er lebt noch…

…und eigentlich war er nie fort. Alle Schuld gehört dem Hoster Funpic, welcher sich dafür verantwortlich zeichnet, über Wochen keine stabilen Verbindungen zu den Datenbank-Servern gehabt zu haben. Das fing schon im November 2009 an. Kurz nach Weihnachten war dann Schicht im Schacht - dauerhafte Fehlermeldung bis heute. Man will zwar nicht meckern, wenn der Service kostenlos geboten wird aber irgendwann ist auch dieser Spielraum ausgereizt. Die Werbung, habe ich mir sagen lassen, funktionierte nämlich. Hoffen wir, dass es nicht wieder so schlimm wird und die Server möglichst lange stabil bleiben. Demnächst wieder mehr. Und nun lasst uns fröhlich singen!

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